Proktologie
Beschwerden im Anal- und Enddarmbereich sind weit verbreitet – und dennoch für viele Betroffene mit Scham verbunden. Dabei gilt: Je früher die Ursachen abgeklärt werden, desto einfacher und schonender ist meist die Behandlung. In unserer chirurgischen Praxis in Gräfelfing bieten wir Ihnen eine diskrete, einfühlsame und moderne Diagnostik sowie individuell abgestimmte Therapiekonzepte.
Unsere Schwerpunkte in der Proktologie
Hämorrhoiden
Hämorrhoiden sind natürliche Gefäßpolster im Analbereich, die sich krankhaft vergrößern können. Typische Beschwerden sind Juckreiz, Brennen, Nässen, ein Druckgefühl oder hellrote Blutungen beim Stuhlgang. Je nach Stadium stehen konservative Maßnahmen (z. B. Salben, Ernährungsumstellung) oder minimal-invasive Verfahren (Sklerosierung, Gummiband-Ligatur) bis hin zur operativen Therapie zur Verfügung. Ziel ist immer eine schonende und nachhaltige Linderung Ihrer Beschwerden.
Analfissur (Afterriss)
Eine Analfissur ist ein schmerzhafter Einriss der Schleimhaut im Analkanal. Betroffene berichten häufig über stechende Schmerzen während und nach dem Stuhlgang sowie über Blutspuren. Ursache ist oft harter Stuhl oder starkes Pressen. In vielen Fällen kann die Behandlung zunächst konservativ erfolgen, etwa durch Stuhlregulation und spezielle Salben. Chronische Verläufe können eine gezielte operative Therapie erfordern.
Analabszess und Analfistel
Ein Analabszess ist eine akute, schmerzhafte Entzündung mit Eiteransammlung, die meist rasch behandelt werden muss. Unbehandelt kann sich daraus eine Analfistel entwickeln – ein entzündlicher Verbindungsgang zwischen Enddarm und Afterregion. Die Therapie erfolgt in der Regel operativ, wobei wir auf moderne, möglichst gewebeschonende Verfahren achten.
Analvenenthrombose
Hierbei handelt es sich um ein plötzlich auftretendes Blutgerinnsel in einer Vene am Afterrand. Typisch ist eine schmerzhafte, pralle Schwellung. Auch wenn die Beschwerden stark sein können, ist die Erkrankung in der Regel harmlos. Die Behandlung richtet sich nach der Ausprägung und reicht von konservativen Maßnahmen bis hin zu kleinen entlastenden Eingriffen.
Analekzem
Ein Analekzem ist eine entzündliche Hauterkrankung im Analbereich, die mit starkem Juckreiz, Rötung, Nässen oder Brennen einhergeht. Ursachen können Reizungen (z. B. durch Feuchtigkeit), Allergien oder auch andere proktologische Erkrankungen wie Hämorrhoiden sein. Die Therapie besteht in der Beseitigung der Ursache, einer gezielten Hautpflege und – falls notwendig – medikamentösen Behandlungen.
Marisken (Hautläppchen am After)
Marisken sind gutartige Hautfalten am Afterrand, die häufig als Folge abgeheilter Hämorrhoiden oder Entzündungen entstehen. Sie sind medizinisch meist unbedenklich, können jedoch die Hygiene erschweren oder als störend empfunden werden. Bei entsprechenden Beschwerden ist eine schonende operative Entfernung möglich.
Sinus pilonidalis (Steißbeinfistel)
Diese chronische Entzündung in der Gesäßfalte geht häufig mit wiederkehrenden Abszessen und eingewachsenen Haaren einher. Beschwerden sind Schmerzen und Nässen bei manchmal längeren Intervallen ohne Beschwerden. Die Behandlung ist meist operativ. Wir setzen auf moderne Techniken, die eine möglichst schnelle Heilung und geringe Einschränkung im Alltag ermöglichen.
Stuhlinkontinenz
Die eingeschränkte Kontrolle über den Stuhlgang ist für viele Betroffene sehr belastend. Ursachen können Muskel- oder Nervenschäden, vorausgegangene Operationen oder altersbedingte Veränderungen sein. Nach einer sorgfältigen Diagnostik entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept – von konservativen Maßnahmen bis hin zu spezialisierten Therapieverfahren.
Rektumprolaps (Enddarmvorfall)
Beim Rektumprolaps tritt ein Teil des Enddarms nach außen. Dies kann mit Fremdkörpergefühl, Schleimabgang oder Inkontinenz verbunden sein. Je nach Schweregrad stehen konservative Maßnahmen oder operative Korrekturen zur Verfügung, die wir individuell mit Ihnen besprechen.
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